Stimmen

Mit deutlicher Freude am schwarzen Humor

„Wahn-Verwandtschaften“ – das klingt wie Goethe, dessen „Wahl-Verwandtschaften“ einem einfallen. Sollen sie auch. Teatrino hat einen schmissigen Rundumschlag gegen die Spezies „Verwandte“ abgeliefert. Dr. Sperz – Florian L. Arnold mit deutlicher Freude am schwarzen Humor – kommt gerade vom Familientreffen und ist nervlich ruiniert. Seine Frau (großartig: Sängerin Gabriele Fischer) tröstet ihren Gatten, der einen „Verwandtenwahn“ hat und von seiner Oma immer noch in die Wangen gekniffen wird. (…)

Als „Neffe Gustl“ imponiert Johannes Berlinger mit komödiantischem Witz. Er darf die absurden Definitionen aus Arnolds Feder vortragen: „Eine Tante ist ein menschenähnlicher Apparat, der durch Geburt entsteht.“
Mit dem neuen Programm erweist sich Teatrino einmal mehr als unterhaltsame, erfindungsreiche und treffsichere Kabarett-Truppe. Und so manch ein Zuschauer denkt dabei: „Ja, das habe ich auch schon erlebt.“ Es stimmt: „Wahn-Verwandtschaften“ ist eine klug beobachtete Analyse zum Thema „Familie“, bei der jedes der vier Teatrino-Mitglieder seine eigene künstlerische Farbe einbringt. Ein Abend der scharfsinnigen Komik, für den es lang anhaltenden Applaus gibt.“

Augsburger Allgemeine, 21. 05. 2014

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Lehrerin verarbeitet alte Herren zu Würsten: Teatrino spielt zum Literaturherbst exklusiv im Heimatmuseum

Geschichten mit Galgenhumor, Groteskem, Absurdem und Nonsens auf erhöhtem Niveau – vorgetragen von Florian L. Arnold – das erwartete die Besucher beim Auftritt des Teatrino Quartetts im Mittelschwäbischen Heimatmuseum Krumbach. Das seit 2004 bestehende Quartett bringt skurril-humorvolle Texte mit mindestens ebenso frechen Liedern zusammen. In den von Siegfried Arnold geschriebenen und getexteten Liedern durften lebensmüde, schimpfende Zicken und gestreßte Ehefrauen ihre Anekdoten in „schwarzen Chansons“ ausleben. Es gab einen kleinen Einblick in das Leben einer Klavierlehrerin, die alte Herren zur Würsten verarbeitet und es wurde darüber aufgeklärt, daß man das „beste deutsche Sitzfleisch“ aus dem Ort „Hintern“ im Bayerischen Wald bezieht. Die beiden Sängerinnen Gabriele Fischer und Anita Steuer begeisterten nicht nur mit ihren Stimmen. In bissigen Szenen und Liedern erklärten sie, wie Künstler funktionieren und sie machten sich über Testosterongesteuerte Männer lustig. (…) Zum Schluß durften die Gäste im „Weihnachtslied“ einen Blick auf den „Weihnachtskaufrausch“ werfen – freilich ganz satirisch. Mit dem Aufruf, den Geist von Bethlehem wieder zu spüren, endete der kurzweilige Abend.

Mittelschwäbische Nachrichten, 25. 11. 2009, Sabine Relovsky

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 Wortspaltereien der skurrilen Sorte : Ensemble Teatrino

„A bis Z“ Es ist etwas faul im Staate – die Worte treten in Streik, sie lösen sich auf und nehmen neue Bedeutungen an. Sie verbünden sich gegen uns und das ahnungslose Volk weiß kaum noch, was es sagen, denken, glauben soll. (…) Teatrino enträtselt, erklärt, warnt und tröstet – und singt amüsant gegen das Mißverständnis an. Von A wie „Alleswissen“ bis Z wie „Zwiderwurzn“ erklärte Teatrino in Wort und Lied die Welt von allen nie gehörten und gesehenen Seiten. Teatrino gibt es seit nummehr 5 Jahren, zuerst als Trio, seit 2007 als Quartett. Sie traten im ganzen süddeutschen Raum auf. Der Würzburger Zeitung gefiel der „Mix aus feinem Humor und Fabulierlust“, die Neu-Ulmer Zeitung stellte fest: „Fantastische Spruch-Geschichten, die den Galgenhumor ebenso beim Schopf packen wie sie schrullige Begebenheiten auf eine surreale Ebene hieven“. Den Teatrino-Hörer erwartete eine Achterbahnfahrt durch die kuriosen Aspekte des Alltags. Wenn in Florian Arnolds Texten vertrottelte Bestseller-Autoren und spitzfindige Philosophen gegeneinander antreten, wenn sich die gemeine Euro-Kartoffel am Bierpreis zu schaffen macht und Xylophone in Brand geraten – da ist Haarspalterei der skurrilsten Sorte zu erwarten. (…) Mindestens ebenso frech, mit Anleihen am Couplet, beim Chanson und den frechen Schlagern der 1920er Jahre sind die eigenen Lieder: „politisch unkorrekte“ Lieder über Liebe, Künstler-Leben und Mörderinnen, die ihre frechen Ansichten in den „schwarzen Chansons“ ausleben dürfen.
Ein Lied- und Sprachvergnügen für Um-die-Ecke-Denker.

 Mittelschwäbische Nachrichten, 30. 04. 2009

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