der digitale wachhund

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Aktuell: Florian L. Arnold: Die Zeit so still. Novelle

Eine Straßenbahn an der Endhaltestelle: Der Fahrer liest in einem Buch, das lebenswichtig für ihn ist. Fahrgäste erwartet er seit langem nicht mehr. Doch in dieser Nacht steigt ein Fremder ein …
»Die Zeit so still« begleitet zwei außergewöhnliche Männer eine Nacht lang durch eine stumme Stadt in einer Zeit, in der nichts mehr so ist, wie es einst war. Mitgefühl und Menschlichkeit aber sind geblieben.
»Die alte, unbeschadete Welt gab es noch, sie lag irgendwo unter einem einzigen Gedanken verborgen: Ich träume es. Jemand träumt es. Es kam ihm vor, als zöge sich die ganze Welt zurück, als trete alles zurück hinter einen Vorhang aus Dunkelheit.«
Ein Buch, das sprachgewaltig, poetisch und bildstark aus und von der Stille erzählt, während einer Pandemie unter extremen Bedingungen, zeit- und ortlos.
 
FLORIAN L. ARNOLD, geboren 1977 in Ulm/Do., studierte Kunstwissenschaften. Der Nachtarbeiter mit österreichischen Wurzeln arbeitet als freier Zeichner und Schriftsteller sowie als Buchhändler und Verleger. Im Mirabilis Verlag erschienen von Florian L. Arnold bereits die Novelle »Ein ungeheuerlicher Satz« (2015) sowie die Romane »Die Ferne« (2016) und »Pirina« (2019). www.florianarnold.de
 
Näheres zum Buch: Buchinfo Die Zeit so still Florian L Arnold

Die Zeit so still LESEPROBE

Herzliche Einladung zu den Literarischen Spaziergängen
im Edwin Scharff Museum in Neu-Ulm

„Überall ist Wunderland“
mit Florian L. Arnold und Marie Kerkhoff
Sonntag, 20.12.2020 11.30 Uhr
Sonntag, 10.01.2021 15 Uhr
Sonntag, 17.01.2021 15 Uhr

 

 

Empfehlung: Gioco delle Ombre.
Vier Erzählungen von Florian L. Arnold zu und mit Gemälden von Gerda Raichle.

Axel Dielmann Verlag, Frankfurt

Die Künstlerin Gerda Raichle und der Autor Florian L. Arnold ein gemeinsames Buch unter dem Titel »Gioco delle Ombre« vor – vier Reisen, vier »Schattenspiele«, so der Titel in Übersetzung, die nicht nur die Wärme und die Gastfreundschaft des Südens erinnern lassen, sondern auch an das Glück des Erinnerns und die Kostbarkeit, die eine Erinnerung bedeuten kann.

Der Autor Florian L. Arnold begleitete ihre Bilder mit Texten, das ergibt vier gemeinsame Reisen in reale und imaginierte südliche (Traum-) Landschaften: Vier Schattenspiele zugleich – so der Titel in Übersetzung –, die uns nicht nur an die Wärme und die Gastfreundschaft des Südens erinnern, sondern auch an das Glück des Erinnerns und die Kostbarkeit, die eine Erinnerung bedeuten kann.

OMBRA SCURA: Dunkler Schatten
IL SUONO DELL’OMBRA: Der Klang des Schattens
OMBRA DEL TEMPO: Schatten der Zeit
OMBRA DELLA LUCE: Schatten des Lichts

VÖ.: 1. 10. 2018, Axel Dielmann Verlag, 16er Reihe
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Empfehlung: Die Ferne.
Roman von Florian L. Arnold, Mirabilis Verlag, Miltitz b. Meissen

 

„(…) Fantasievolle, aber auch gefährliche Welten. Dieser besondere Erfindungsreichtum zeichnet „Die Ferne“ aus, das ein im Wesentlichen Reise-Roman mit Rückblicken in die Vergangenheit des Ich-Erzählers ist. (…) Da lauern die unglaublichsten Geschichten und Impressionen.“
Augsburger Allgemeine, „Im Schatten des Vulkans“, September 2016

 

„(…) Alles ist Metapher: Die Suche nach dem verlorenen Land, das ist die Suche nach Herkunft, Zugehörigkeit, Prägung, aber auch nach Zukunft, Ziel und Sinn. Florian L. Arnold erzählt dies in einer ganz eigenen Sprache, die – passend zur Passion der Vulkanforscher – einen gleichsam wie ein Lavastrom beinahe magnetisch in die Geschichte einsaugt: Es ist dieses Sprachvermögen, eine ganz eigene Sprachmelodie, die den Leser durch diesen schwer einzuordnenden, aber nicht minder faszinierenden Roman trägt.“
Blog SÄTZE & SCHÄTZE, August 2016

 

„Die Ferne“ ist eine bildgewaltige Erzählung über die Irrwege des Erinnerns, über Freundschaft und Liebe, Einsamkeit und Verlust.“
Blog „REIMWERK“

 

 

„Hoch am Himmel standen die Feuergarben, die sich in Schleiern auf das Land senkten, selbst das für die Ewigkeit gedachte künstliche Leuchtfeuer der Kraftwerke löste sich auf in Dampf und Schaum,
Aluminiumrauch, Regenbogen über verdampfenden Flüssen, galoppierende Feuerfiguren in den Wäldern, die Baumgestalten versteift in Getöse und Feuer, erstaunt, wie leicht sie ihrem Erdreich enthoben wurden.
Rabenschwärme, durch heiße Partikel aufgescheucht, spiegelten sich in den Straßen von zerscherbtem Glas.
Eingeschlossen von den Feuertänzen brennender Wälder drängen Menschen zur Küste, die meisten in den Masken des Neujahrsfestes, tausende Teufel und purpurne Nixen, Hexengestalten mit Schellen, Dämonen mit vergoldeten Gesichtern und schleifenden Schwänzen schlagen im Ufersand auf (…)“.

 

Aufgewachsen als Sohn eines Vulkanforscherehepaars ist Evren Attocker vor allem eins: fremd im Leben. Als er aus Versehen das eigene Elternhaus anzündet, ist das der Anlass für die Flucht in ein fernes Land, um jenseits des trügerischen Alltagsbewusstseins den eigenen Lebensmustern wie auch den großen Geschichten seiner Familie nachzuspüren. Die Hauptfigur lebt wie unter einer Tarnkappe, wandelt unsichtbar unter ihresgleichen, beobachtet alles und jeden und notiert Eindrücke und Empfindungen, Gedanken und Gefühle. Temperamente und Gepflogenheiten finden ihren Widerhall in der Natur – und die wird in „Die Ferne“ vor allem durch die Vulkane verkörpert. Zwischen epischer Verlorenenfantasie und imaginärer Welt(en)reise ist das Buch – so ein Leser – „schmerzhaft, schön und manchmal ziemlich verstörend“.

 

Roman, 276 Seiten.
Mirabilis Verlag, 2016
Franz. Klappenbroschur
27 Abbildungen
ISBN 978-3-9816674-4-8

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